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    Das Bildnis des Christian Kracht
    Das Bildnis des Christian Kracht

    David Fischer

    Das Bildnis des Christian Kracht

    • 9783656510680
    44,99 €
    Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Stuttgart, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Untersuchung zu Christian Krachts Selbstinszenierung gehört zu den wenigen ihrer Art, die ihre Überlegungen auf eine breite theoretische Grundlage stützt. Im Mittelpunkt stehen Krachts Selbstdarstellung im Beiwerk der Bücher sowie die inszenierte Autor-Figur im Internet. Die Studie bewegt sich zwischen Theorien von Autorschaft, zur Analyse dienen strukturalistische und medienwissenschaftliche Methoden. Besonderen Fokus wird auf den Wikipedia-Eintrag von Christian Kracht gelenkt: Dabei wird offenbar, dass der Schriftsteller sein Wiki-Profil höchstwahrscheinlich mehrmals selbst geändert hat., Abstract: Der Literaturwissenschaft fehle es schlichtweg an "Stil", einem Schriftsteller wie ihm gerecht zu werden, urteilte einmal Mara Delius in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er fasziniert, begeistert und irritiert, heißt es wiederum an einer anderen Stelle, in der Einleitung eines Sammelbands zu Leben und Werk des Schweizers. Und in der Süddeutschen Zeitung konnte man lesen, seine "stete Rede vom Werteverfall und einer Identitätskrise des modernen Subjekts, sein Gebaren als ,postmoderner Dandy' und ,reaktionärer Schnösel'" besitze Kalkül. Summa Summarum lassen sich die Aussagen auf eine übertragbare Formel bringen: Wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor seiner Zeit schafft es Christian Kracht, "die Medien zum Tanzen zu bringen" (Süddeutsche Zeitung). Für viele ist er ein Buch mit sieben Siegeln. Das Interesse an seiner Person steht dem Interesse an seinen Bestsellern in nichts nach. Fakt ist: Wo Interpretationen enden, wo die Sinnsuche zu Zugängen zu Leben und Werk beginnt kommt Krachts offeriertes Identitätsangebot ins Spiel. Ein Angebot von Informationen verpackt als Inszenierungsstrategien, die sich anschicken, jene Leerstellen im Autorprofil füllen zu wollen, welche sich Lesern durch "einfache Deutungen verschließ[en]". Das Bildnis des Christian Kracht ist das Resultat, das aus diesen Prozessen entsteht; ein mediales Selbstporträt, das sich aus der Strichführung diverser Selbstinszenierungen zu einer kohärenten Identität zusammenfügt. Mal affektiert, mitunter versteckt, manchmal auch scheinbar beiläufig passiert sie, die Autorinszenierung des umstrittenen Schriftstellers aus Saanen. Ob im Verwirrspiel um sein wahres Ich, im Moment der ästhetischen Selbststilisierung oder als Grenzgänger zwischen Autor, Figur und Erzähler - Christian Kracht beherrscht die Mechanismen der Aufmerksamkeit, sein literarisches Provokationspotenzial reicht weit über die bloße Textebene hinaus. Man könnte auch sagen, Kracht folgt frei einem Aphorismus Salvador Dalís, der als Aufgabe von Kunst postuliert hatte, systematisch Verwirrung zu stiften, das setzte Kreativität frei.[.]
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