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    Rübezahl - Berggeist im Riesengebirge 1
    Rübezahl - Berggeist im Riesengebirge 1

    Rosalie Koch

    Rübezahl - Berggeist im Riesengebirge 1

    • 9783867772433
    19,95 €
    Band 1 der Rübezahl - Gesamtausgabe (122 Sagen auf 530 Seiten) in zwei Bänden von Rosalie Koch. Dieser 1. Band hat 258 Seiten und 8 wunderschöne Zeichnungen. Band 2 hat die ISBN 978-3-86777-244-0 Inhalt: Einleitung Woher Rübezahl seinen Namen hat Rübezahl straft einen Spötter Der Kräutersammler Die Anleihe Der böse Vogt Wie Fischbach durch Rübezahls Hülfe erbaut worden Der Wanderstab Der Adept Der Wunderthaler Mutter Elfe Das Zauberbuch Die Springwurzel Der kleine Peter Wie Rübezahl die Uebertretung seiner Gesetze bestraft Das Rad Grünmantel Der alte Schäfer Rübezahl straft einen Ignoranten Die Reise nach Karlsbad Der verzauberte Stab Rübezahl und der lügenhafte Knecht Der gefundene Esel Die drei Tischlergesellen Rübezahl macht einem Förster einen Zopf Wie Rübezahl vor Prellerei warnt Die Musterreiter Wie Rübezahl einem Bauer hilft Der Spieler Rübezahl und der Schneider Der reiche Bäcker Wozu es nütze, schweigend Unrecht zu ertragen Wie Rübezahl sich eines armen Studenten annimmt Die drei besten Menschen Die Perrücken GlücksMännlein Der böse Edelmann Die gefärbten Badegäste MeckerFriede Rübezahl betrügt die Geldmäkler Rübezahl, Schauspiel in einem Akt Einleitung: Das Riesengebirge, das Euch, meine jungen Freunde, aus der geographischen Lehrstunde wohl bekannt ist, ja das Einzelne von Euch wohl schon besucht haben, ist derjenige Theil der Sudeten des Preußischen Staates, wo sie am höchsten und engsten verbunden sind, und Schlesien von Böhmen und Mähren scheiden. Die hervorragenden Spitzen derselben sind von ansehnlicher Höhe, die Riesen- auch Schneekoppe genannt, welche 4950 Fuß hoch ist; ferner der Reifträger, das hohe Rad und die Sturmhaube; auch haben starke Flüsse, z.B. die Elbe und der Bober, ihren Ursprung zwischen den felsigen Höhen. ¬¬- Dort nun war ehemals der Aufenthalt eines mächtigen Berggeistes. Sein Gebiet umschrieb auf der Oberfläche des Riesengebirges nur wenige Meilen, breitete sich aber im Innern desselben desto weiter und tiefer aus. Der Gnom herrschte oft Jahrhunderte lang still in seinem unterirdischen Reiche, und erhob sich nur selten auf die Oberwelt, um dort sein Wesen zu treiben.Zur Zeit, als noch kein menschlicher Fußtritt das verkümmerte Knieholz und die spärliche Vegetation der Berge betrat, ehe die Gegend bewohnt war, begnügte sich der Herr der Riesenberge damit, wilde Thiere an einander zu hetzen, oder sie aus ihrem Lager aufzuschrecken, und sie in wilder Jagd durch das Gehölz zu treiben.Als er aber nach langer Zeit wieder einmal das Tageslicht der Oberwelt aufsuchte, fand er zu seinem Erstaunen Alles so sehr verändert, daß er fast sein eigenes Gebiet nicht wieder erkannte. Grünes Saatenfeld erhob sich, wo früher ein finsterer Wald gelegen hatte, und auf den Wiesen weideten Schafe und Rinder, unter der Obhut singender Hirten und schützender Hunde. Da lagen einzelne Hütten in den Thälern, aus deren Schonsteinen der Rauch lustig empor stieg, und vor deren Thüren muntere Kinder spielten, mit fröhlichem Geschrei. Der Gnom wunderte sich nicht wenig über diese neuen Erscheinungen; seine größte Aufmerksamkeit aber erregten die Gestalten der Menschen, die er nie zuvor gesehen hatte. Seine Neugier ward rege, und er beschloß, diese fremden Wesen näher kennen zu lernen, indem er ihre Gestalt annahm, und einige Zeit unter ihnen lebte.Zuerst trat er als Knecht in die Dienste eines Landwirthes, und verrichtete seine Arbeit aufs Beste. Was er unternahm, das gelang, und er schaffte seinem Herrn so großen Nutzen, daß dieser leicht ein reicher Mann hätte werden können. Aber er war ein Verschwender, und verjubelte leichtsinnig Alles, was der fleißige und geschickte Knecht erwarb, dem er für seine treuen Dienste nicht einmal dankte. Darüber ward denn der Berggeist ärgerlich, und suchte sich einen andern Herrn, bei dem er sich als Schafhirt vermiethete. Und wieder gedieh unter seiner
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