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    Richard Wagner: Konservativer Revolutionär und Anarch
    Richard Wagner: Konservativer Revolutionär und Anarch

    Rüdiger Jacobs

    Richard Wagner: Konservativer Revolutionär und Anarch

    • 978-3-902732-17-0
    • Wissenschaftliche Reihe
    • 322 Seiten, broschiert
    29,90 €

    Kritik von Staat und Gesellschaft aus der Sicht eines „Unpolitischen“

    Jenseits politischer Vereinnahmung werden die gesellschaftstheoretischen Konzepte in Richard Wagners programmatischen Schriften untersucht. Der Autor weist nach, dass Wagners Kritik an Staat und Gesellschaft letztlich auf einer Kritik des Politischen beruht, wobei dem Künstler hinsichtlich der Beseitigung bestehender Herrschaftssysteme eine entscheidende Rolle zukommt: seine im Kunstwerk vollzogene „Vernunftwerdung des Gefühls“ bewirkt beim Rezipienten jene „Gefühlswerdung der Vernunft“, aus der sodann reflexartig – aus „unwillkürlicher Naturnotwendigkeit“ – die Vernichtung des „politischen Staates“ folgt.


    Wesentliches Element dieser metapolitischen Revolution ist der Mythos; in ihm erkennt Wagner archetypische Momente des Menschen, deren Vergegenwärtigung durch die wechselseitige Beziehung von Rezeption und Schöpfung gelingt. Als Vermittler („Pontifex“) in diesem Prozess kann der Künstler mit der „Verdichtung“ des vorgefundenen mythischen Stoffes auf sympathetischem Wege eine neue – überpolitische – Ordnung erreichen, in der lediglich das „reinmenschliche“ Element den Maßstab allen Handelns bildet.

    Ganz im Sinne dieser Überlegung begreift sich auch Wagner als ein solcher „Konservativer Revolutionär“, dessen anarchisches Handeln die freie Entfaltung des Menschen im „sinnig-sinnlichen“ Prozess ästhetischen Wirkens ermöglicht. Der Begriff des „Unpolitischen“ erhält hier eine (im doppelten Sinn) „weitere“ Bedeutung.

    Der Autor: Rüdiger Jacobs ist Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Frankfurt a. M. Sein Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte sowie der Politik- und Musikwissenschaft in München, Mainz und Frankfurt a. M. schloss er am Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität (Frankfurt a. M.) mit einer interdisziplinären Promotion über Richard Wagners Revolutionsidee und Staatskritik (Würzburg 2010) ab – wobei vorliegende Schrift den zweiten Band (die Grundlagen der Ideen) bildet. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Referent zu Leben und Werk Richard Wagners betreibt er zusammen mit seiner Frau Dr. Astrid Jacobs die Agentur Kultur-Erlebnis.

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