Telefonisch bestellen: 034632-90941 (Mo. bis Fr.: 8-16.30 Uhr)
  • Alles Licht, das wir nicht sehen

    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

    • 978-3-406-68063-2
    • C. H. Beck
    • 519 S., geb.
    19,95 €

    Ein Amerikaner schreibt einen Roman, der in den USA ein Millionenbestseller wird und den Pulitzerpreis erhält. Handlungszeit: 1934-1944. Handlungsorte: Zeche Zollverein in Essen, Schulpforta und Saint-Malo an der bretonischen Küste. Protagonisten: Marie-Laure, ein blindgewordenes Mädchen aus Paris und Werner, ein hochbegabter Junge, der minderjährig als Funktechniker in den Krieg zieht. Nebenfigur: ein heilssüchtiger, todkranker deutscher Stabsfeldwebel, der einen weltberühmten, sagenumwobenen Diamanten sucht. Klingt nach Agitprop- Belletristik a´la Hollywood? Von wegen! Es gibt einige wenige holzschnittartige Szenen in diesem Buch, die aber insgesamt der großen Kunstfertigkeit von Anthony Doerrs Sprache und dem mächtigen Sog dieses Romans wenig anhaben können.

    Einer, der Werners Talent entdeckt, ein Nationalsozialist, erklärt dem Knaben: „Kennst du die größte Lehre der Geschichte? Sie lautet, dass die Geschichte am Ende das ist, was die Sieger sagen. Das ist ihre Lehre. Wer gewinnt, entscheidet die Geschichte. Wir handeln in unserem eigenen Interesse. Nenn mir eine Person oder Nation, die das nicht tut. Der Trick ist, dir darüber klar zu werden, worin deine Interessen bestehen.“

    Doerr nennt im Nachwort Curzio Malapartes  Kaputt und Michel Tourniers Erlkönig, denen er viel zu verdanken habe. Das sind exzellente Fußnoten und belletristische Vorbilder, die dem Leser ohnehin in den Sinn kommen. Alles Licht das wir nicht sehen ist in 14 Kapitel und sehr kurze Unterkapitel gegliedert. Doerr schreibt im Präsens, in kurzen Sätzen. Unmöglich, seiner Magie nicht zu verfallen! Was für ein Werk!

    Weitere Bücher von Anthony Doerr

    Kunden kauften auch:

    Zum Rundbrief eintragen: