Man schreibt das Jahr 404 v.Chr.: Die einst glorreiche Seemacht Athen kapituliert vor Sparta. Ihre Stadtmauern werden geschleift, die Flotte muss bis auf ein paar Schiffe ausgeliefert werden. Ein Krieg ist zu Ende, der fast 30 Jahre gedauert und Abertausenden den Tod oder das Schicksal der Sklaverei gebracht hat. Was waren die Gründe für dieses größte militärische Kräftemessen, das die Welt bis dahin erlebt hatte? Wie konnte das stolze Athen so vollständig scheitern - und welche Folgen hatte seine Niederlage?



Wolfgang Will erzählt die faszinierende Geschichte des Peloponnesischen Krieges neu. Er beschreibt eindrucksvoll die Hybris der Athener, die sich zwar die Verbreitung der Demokratie auf die Fahnen geschrieben, aber über ihre Bündnispartner eine Tyrannenherrschaft errichtet haben. Er erhellt ihr zynisches Machtdenken, dem der Historiker Thukydides in seiner Darstellung der Ereignisse im sogenannten Melierdialog ein überzeitliches Denkmal gesetzt hat. Doch ebenso wird deutlich, dass die Gegner der Athener - die Spartaner und ihr Peloponnesischer Bund - alles andere waren als Vorkämpfer der Freiheit, wie sich rasch zeigen sollte, als sie selbst die Vormachtstellung im östlichen Mittelmeer errungen hatten. Eine spannende Darstellung, eine kluge Analyse und ein Muss für alle, die sich für die Welt der Antike interessieren!