"Der Titel suggeriert eine Familien-Saga (.). Im Nachhinein entpuppt er sich dann als schriller Hohn, denn die Familie, deren intellektuelle Vertreter hier vorgestellt werden, begegnet sich vorzüglich mit Mief, Lüge und Seelen-Clinch. Heute wie damals. Das Damals trägt die Jahreszahl 1857. Georg Lauterbach, Ex-Revolutionär und Romanheld, kehrt aus französischem Exil in seine Heimat zurück. (.) Dies alles zeichnet Härtling gewissenhaft nach, und es spricht für ihn, daß er das Heilmittel aller enttäuschten Revolutionäre gar nicht erst anbietet: die Hoffnung auf die mähliche Reform. Sein Fazit ist so trübe wie die tatsächlich geschehene Geschichte. Es spart nur (.) den geschichtlichen Bezugspunkt fast völlig aus: die Revolution, die bürgerlich-deutsche von 1848." Rolf Schneider, Der Spiegel