Dülken, 1640. Der Dreißigjährige Krieg wütet auch am Niederrhein. Angst und Missgunst vergiften das Denken der Menschen. Der reiche Viehhändler Henricus Swart gehört zu den Kriegsgewinnlern. Um ihn ranken sich dunkle Gerüchte. Hat er sich durch Diebstahl bereichert? Und wieso sterben viele seiner Feinde plötzlich an unerklärlicher Atemnot? Als ein weitgereister Bader zur sommerlichen Sankt Ulrich-Kirmes einen der Leichname untersucht, entdeckt er einen Skorpionstich.

Des Mordes verdächtigt wird schon bald ein spanischer Hauptmann, der plötzlich verschwindet. An Swart selbst prallen derweil alle Verdächtigungen ab. Er hat weitreichende Pläne, um gesellschaftlich weiter aufzusteigen, bahnt er doch die Hochzeit seines ältesten Sohns mit der Tochter des Landvogtes an. Aber Tillmann verliebt sich in die Protestantin Lisbeth. Als er sich nicht in sein Schicksal fügen will, beschuldigt sein eigener Vater ihn des Mordes, und Tillmann verlässt fluchtartig die Stadt.

Unterschlupf findet er bei einem Eremiten und später bei einem reichen Kaufmann. Als ihm eines Tages zu Ohren kommt, dass in Dülken seiner großen Liebe Lisbeth der Prozess wegen Hexerei gemacht werden soll, macht er sich trotz der drohenden Gefahr, selbst angeklagt zu werden, auf den Weg zurück in seine Heimatstadt. Sein Vater, der Viehhändler von Dülken, wartet schon auf ihn.