Der von Georges Bataille am Vorabend des Zweiten Weltkriegs entworfene

Mythos des 'Acéphale' und die gleichnamige, auf ihm begründete

Geheimgesellschaft, um die es in diesem Buch geht, reden

nicht der Kopfl osigkeit das Wort; sie fordern die Abschaff ung aller

sozialen Strukturen, die von einem einzigen Kopf, sei es ein Gott,

traditioneller Souverän oder faschistischer Führer, beherrscht werden.

'Acéphale', der Mythos einer 'führerlosen Gemeinschaft ', ist als ein

leidenschaft liches Plädoyer für den Pluralismus, die Vielköpfi g- und

Vielstimmigkeit zu verstehen.

Rita Bischof rekonstruiert einen Ausschnitt aus der Geschichte der

französischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit, über die bislang

nur die wildesten Spekulationen in Umlauf waren. Dabei tritt

ein dichtes Netz ans Licht, das die französische mit der deutschen

Philosophie eng verknüpft.