Zweiundzwanzig, teils unveröffentlichte Texte geben Aufschluss über herausragende Persönlichkeiten, über Traditionen und historische Irrwege, über Ideen und Zukunftsperspektiven der politischen Rechten in all ihrer inneren Vielfalt.



Neben Ernst Jünger und Arnold Gehlen werden Friedrich Hielscher, Rudolf Stadelmann, Ewald von Kleist-Schmenzin und Martin Niemöller behandelt, ebenso der 1934 ermordete jungkonservative Politiker Edgar Julius Jung und der in die Emigration getriebene jüdische Historiker Ernst Kantorowicz, dessen Buch über Friedrich II. von Hohenstaufen eine außerordentliche Wirkung hatte. Um Begriffe wie Volk - Staat - Nation kreist das Denken, auch und gerade in Zeiten von Europäisierung und Globalisierung, im historischen Bezugsrahmen befindet sich der innerfranzösische Widerstand gegen die große Revolution von 1789 ebenso wie das preußische Staatsethos und das Gedankengut des Wandervogels, sogar einen " Anarchismus von rechts" hat es gegeben. Die Auseinandersetzung mit den "Häresien" des Faschismus und Nationalsozialismus nimmt für die eigene Standortbestimmung freilich eine wichtige Rolle ein.



Heute scheint "rechts" Denken marginalisiert und im öffentlichen Diskurs kaum mehr vorhanden, doch wirken Ideen und politische Traditionen oft still und im Geheimen fort, bis sie eines Tages erneut deutlich hervortreten. Nicht umsonst nehmen bereits wieder mehr Persönlichkeiten - wie Botho Strauß - ohne Scheu für sich selbst die lange Zeit inkriminierte Bezeichnung "rechts" in Anspruch. So ist auch der letzte Teil des Buches einer Standortbestimmung und einem Entwurf künftiger Perspektiven von seiten der Rechten gewidmet.