Neue Perspektive auf das deutsche Kaiserreich: Wie prägte es die Geschichte Deutschlands?Es war kein festgefügtes Machtgebilde, sondern ein 'ewiger Bund von Fürsten': Oliver Haardt stellt die Geschichte des deutschen Reichs von 1871 bis 1918 unter einem völlig neuen Blickwinkel dar. Ein loser Bund von 22 Fürstenstaaten und drei Hansestädten bildete einen Staatenbund unter preußischer Führerschaft und ohne Zentralregierung.Wie konnte sich aus diesem heterogenen Konglomerat ein straff zentralisierter Staat entwickeln, der wirtschaftlich und militärisch so schlagkräftig wie keine andere europäische Macht war? Oliver Haardt schlägt in dieser umfassenden Studie erstmals einen Bogen zwischen den Teildisziplinen der Rechts- und Politikgeschichte. - Die Reichsverfassung als Kulturartefakt aus der Zeit der Reichsgründung: Verfassungsgeschichte als Kulturgeschichte

Die Rolle von Kaiser Wilhelm II. im Regierungssystem und ihr Wandel im Laufe der Jahre

Weswegen und wie bildete sich die Reichsregierung um Kanzler Otto von Bismarck aus?

Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Bund und Ländern, insbesondere Preußen?

Die Auswirkungen der Reichspolitik auf die Entwicklung Deutschlands im 20. Jahrhundert

Vom Fürstenbund zur Reichsmonarchie: Was machte Bismarcks Bündnissystem so einzigartig?Stark nach außen, instabil nach innen: Innenpolitische Machtkämpfe hielten das Regierungssystem ständig im Fluss. Trotz aller internen Spannungen konnte sich das Kaiserreich jedoch zum ersten deutschen Nationalstaat entwickeln, aus dem die Weimarer Republik hervorging. Die politische Kultur des Kaiserreichs hinterlässt bis heute Spuren in der europäischen Politik. Zum Beispiel ähneln die Föderalstrukturen der Europäischen Union denen des Kaiserreiches in einigen wichtigen Punkten in bemerkenswerter Weise.Oliver Haardt gelingt ein interdisziplinärer Überblick zum aktuellen Forschungsstand. Seine kenntnisreiche Analyse fasst in klarem Stil Gründung, Zerfall und Auswirkungen des Deutschen Kaiserreichs zusammen!