Die Bundeswehr wurde in den vergangenen 30 Jahren systematisch zugrunde gerichtet. Die Schuld tragen nicht nur Politiker der Altparteien, sondern auch die deutsche Generalität und die Spitzenbeamten der Bundeswehrverwaltung.

Der Autor entwickelt ein Konzept, wie die Bundeswehr künftig aufgestellt werden könnte.

Möglicherweise wird man ihm vorwerfen, dass er besondere Aspekte der Teilstreitkräfte außerhalb des Heeres und dort wiederum außerhalb der Kampftruppen nicht angemessen würdigt. Dennoch bleibt nach Vietnam, Afghanistan, Tschetschenien und Syrien festzuhalten: Im Endeffekt entscheidet der Kampf auf dem Boden die Kriege. Der Rest leistet - ggf. unverzichtbare - Unterstützung.

Die Bundeswehr krankt auch daran, dass ihre Führung eine überspitzte Intellektualität auszustrahlen versucht. Alles, was militärisch wirkt, wird intellektuell verbrämt. Benötigt man wirklich keine Panzer mehr, sondern "resiliente Multifunktionsplattformen"? Man versucht hierdurch, sich gegenüber einer antimilitaristischen politischen Kaste zu behaupten. Man will nicht als Soldat und "potenzieller Mörder" wahrgenommen werden, sondern als Experte in Sicherheitsfragen, der durch sein intellektuell hochstehendes Expertenwissen nicht offen bekämpft werden kann.

Wappler versteht sich als Rebell, der die Dinge beim richtigen Namen nennt - oft der erste Schritt zur Besserung!