Quelle: Wikipedia. Seiten: 72. Kapitel: Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, Einsatzgruppen-Prozess, Nürnberger Ärzteprozess, Wilhelmstraßen-Prozess, Henry F. Gerecke, Prozess Generäle in Südosteuropa, David W. Peck, Bolko von Richthofen, Bruno Heilig, Juristenprozess, I.G.-Farben-Prozess, Prozess Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS, Nazi-Konzentrationslager, Der Nazi-Plan, Leo Alexander, Prozess Rasse- und Siedlungshauptamt der SS, Prozess Oberkommando der Wehrmacht, Krupp-Prozess, Flick-Prozess, Raphael Lemkin, Nürnberger Kodex, Londoner Statut, Günter Peis, Gustave M. Gilbert, Pery Broad, Tatjana Nikolajewna Sawitschewa, Milch-Prozess, Camp Ashcan, Heidelberger Juristenkreis, John Mendelsohn, Memorium Nürnberger Prozesse, Verbrecher und andere Deutsche, Internationaler Militärgerichtshof, Justizpalast, Richard W. Sonnenfeldt, Hans Lamm, Joseph Malta, John C. Woods, Justizvollzugsanstalt Nürnberg, Londoner Konferenz. Auszug: Der Einsatzgruppen-Prozess war der neunte von zwölf Nürnberger Nachfolgeprozessen. Er wurde vom 15. September 1947 bis zum 10. April 1948 im Schwurgerichtssaal 600 des Nürnberger Justizpalastes durchgeführt, in dem bereits der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess vor dem International Military Tribunal (IMT) stattgefunden hatte. Im Gegensatz zum Hauptkriegsverbrecherprozess fand der Einsatzgruppen-Prozess vor einem amerikanischen Militärgericht (Nuremberg Military Tribunal, NMT) statt, es gab keine Viermächte-Kontrolle. Offiziell wurde der Fall als "The United States of America against Otto Ohlendorf, et al" (deutsch: "Die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Otto Ohlendorf und andere") bezeichnet. Angeklagt waren 24 ehemalige SS-Führer, die als Kommandeure der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD die Verantwortung für die Verbrechen der Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion trugen. Die Einsatzgruppen erhielten vor Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion den Auftrag, Sowjetfunktionäre und die "jüdische Intelligenz" der Sowjetunion zu ermorden. Innerhalb der ersten drei Monate des Krieges gegen die Sowjetunion eskalierte die Mordtätigkeit der Einsatzgruppen im Osten, so dass spätestens Anfang Oktober 1941 unterschiedslos jüdische Männer, Frauen, Kinder und Greise erschossen wurden. Auch versprengte Kriegsgefangene, "Zigeuner", Psychiatriepatienten und Geiseln aus der Zivilbevölkerung gehörten zu den Opfern der Einsatzgruppen. Die Zahl der Opfer, die von den Einsatzgruppen von Juni 1941 bis 1943 in der Sowjetunion ermordet wurden, wird auf mindestens 600.000, nach anderen Angaben auf mehr als eine Million Menschen geschätzt. Die Anklage ging auf Basis der Einsatzgruppen-Meldungen von mehr als einer Million Opfern aus. Das Verfahren endete ohne Freisprüche: 14 Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, zwei erhielten lebenslange Haftstrafen und fünf wurden zu Freiheitsstrafen zwischen zehn und zwanzig Jahren verurteilt. Ein Angeklagter verübte vor Pr