Der Lyriker und Theologe Angelus Silesius (1624 - 1677) zählt mit seinen tiefreligiösen, der Mystik nahestehenden Epigrammen zu den bedeutendsten Gestalten der Barockliteratur. Das hier vorliegende Werk, das von Wilhelm Bölsche herausgegeben wurde, enthält die erweiterte Fassung der 1675 veröffentlichten Sammlung seiner berühmten Epigramme von gereimten Alexandrinern. "Die Intensität des religiösen Anliegens befähigt das Ich zur unmittelbaren Aussage. Die Textgestalt von paarreimenden Vierzeilern bis kunstvollsten Strophen variiert den Grundgedanken der Liebe der Seele zu ihrem Heiland. Angelus Silesius knüpft an das Hohelied an, in dem die allegorische Deutung der Liebe zwischen Seele, der Braut, und Christus, dem Bräutigam, bis zur mystischen Vereinigung beschrieben wird." (Wikipedia)

Nachdruck der Bölscheschen Ausgabe aus dem Jahr 1905.