Wie führte man im 2. Jahrhundert v. Chr. einen landwirtschaftlichen Betrieb im Mittelmeerraum? Aufschluss hierüber bietet dieses Stück antiker Fachschriftstellerei, das in 170 Kapiteln handbuchartig Ratschläge und Anweisungen zu allen Fragen der Gutsführung enthält: Vom Grunderwerb über Vorschriften des Anbaus, der Viehzucht, der Lagerhaltung, der Herstellung von Gerätschaften bis hin zu Schädlingsbekämpfung, Kochrezepten und magischen Ritualen. Als älteste erhaltene lateinische Prosaschrift ist der Text nicht nur beliebtes Studienobjekt der Sprachwissenschaft, sondern auch inhaltlich von höchstem kulturhistorischen Wert - und nicht ohne Reiz für all jene, die sich eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft heutiger Tage wünschen.