Im 18. Jahrhundert setzte eine grundlegende Änderung der militärischen Reitausbildung ein, die gegenüber der bisherigen Reitkunst neue Wege ging. Getrieben wurde diese Wandlung durch die Schaffung der leichten Kavallerie und dem Aufkommen neuer blütiger Pferdetypen.

Das Buch "Die Reitvorschriften" zeigt diesen spannenden Weg über mehr als zwei Jahrhunderte auf, der sich in der Schaffung der preußischen und deutschen Reitvorschriften von 1825/26, 1882, 1912, 1926 und 1937 manifestierte.

Mehr als Nebenprodukt entstand aus diesen Reitvorschriften die "Deutsche Reitlehre", die über den Reitsport bis heute großen Einfluss auf die mittlerweile rein zivile Reitausbildung in Deutschland und weit darüber hinaus hat.

Das Buch klärt nicht die Frage, was das "richtige Reitsystem" ist, obwohl das Ringen über diese Frage zu permanenten Streit in der Reitausbildung der Kavallerie über den betrachteten Zeitraum geführt hat. Vielmehr wird von den Anforderungen her gedacht und hergeleitet, warum man was gemacht hat, und warum sich dies über die Zeit geändert hat.

Diese Anforderungen waren vielfältig. Deshalb werden die relevanten Einflüsse von Militärverfassung, Taktik, Remontierung, Reitkunst, Reitsport und zeitgenössischer Ausrüstung über die Zeitläufe einer gesamtheitlichen Betrachtung unterzogen.

Das Buch schließt somit eine Lücke in der Erforschung der Geschichte der Reitausbildung. Der interessierte Leser wird viele Antworten auf offene Fragen auch der heutigen Reitausbildung finden, auf vieles, was heute selbstverständlich ist, aber kaum noch von jemand erklärt werden kann.

Auch als Paperback in SQ erhältlich: ISBN 9783956250118