An der Jahreswende 1942/43 ereignete sich eines der größten Dramen des Zweiten Weltkrieges: Mehr als 250 000 deutsche Soldaten wurden in Stalingrad von der Roten Armee eingeschlossen. Nur 5000 Soldaten kehrten am Ende in die Heimat zurück. Der Autor Carl Schüddekopf hat in den 1990er Jahren nach Überlebenden gesucht und deren Erinnerungen im O-Ton festgehalten. Die Schilderungen sind nicht nur in ihrer Grausamkeit beklemmend, sondern auch in ihrer Präzision. Sie vollziehen nach, wie die euphorische Stimmung in erbarmungsloser Kälte gefriert, wie unter dem Kommando von Generaloberst Paulus Hunderte der eigenen (verwundeten) Soldaten erschossen werden, wie Hunger und Ausgeliefertsein in Kannibalismus oder im Wahnsinn enden.