Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Kriege, Gemetzel, Völkermorde - die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war durch eine enorme Brutalität und Barbarei gekennzeichnet. Zwei Weltkriege erschütterten wegen ihrer hohen Opferzahlen bei Militär und in der Zivilbevölkerung den europäischen Kontinent innerhalb kürzester Zeit. Daneben mussten Tausende Menschen durch gezielt geplante Massenmorde ihr Leben lassen, erinnert sei an dieser Stelle nur an die Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten, den Holocaust, dem Millionen von Juden zum Opfer fielen. Aber auch die zweite Hälfte der vergangenen hundert Jahre schockierte angesichts ihrer Grausamkeit die Welt, wie das blutige Massaker von Srebrenica im jugoslawischen Bürgerkrieg beweist.



Hinsichtlich der Vielzahl solcher gnaden- und rücksichtsloser Gewalttaten im 20. Jahrhundert sind etliche davon in der heutigen Zeit nur wenig bis gar nicht im Bewusstsein der weltweiten Öffentlichkeit präsent. Stattdessen nehmen sie lediglich in einigen bestimmten Ländern eine wichtige Rolle ein und verfügen dort über eine feste Verankerung im kollektiven Gedächtnis. Dazu gehört beispielsweise die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte Vertreibung der Sudetendeutschen aus dem Gebiet der damaligen Tschechoslowakei. Mit diesem Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte beschäftigt sich auch die vorliegende Arbeit, wobei sie nicht die einzelnen Vertreibungsmaßnahmen und -aktionen in den Blick nimmt, sondern sich anstelle dessen ausschließlich auf die Ankunft der Geflüchteten in der 'neuen Heimat' und ihre Integration dort konzentriert. Dabei sollen vor allem die damit verbundenen Geschehnisse und Entwicklungen in Bayern in den Vordergrund gestellt werden.