Viele politische Bestrebungen der Linken zielen auf allgemeine Gleichheit. Die Liberalen und die Konservativen treten der Linken auf disparaten Politikfeldern entgegen und außerdem nehmen sie sich wechselseitig durchaus als Gegner wahr. Die Theoria Politica Generalis (TPG) versucht, die beiden konstruktiven politischen Orientierungen miteinander zu versöhnen. Das Projekt wird durch eine Besinnung auf die verbreitete Rationalitätsillusion ermöglicht, welche nicht nur den Linken nahelegt, die dem Menschen situativ gegebene Realität im Sinne eines Rationalismus der Sache fehlzuinterpretieren. Die von Hermann Schmitz vorgelegte Neue Phänomenologie bestimmt diese Reflexion. Es zeigt sich, dass der Komplexitätsbegriff Friedrich August v. Hayeks der Rationalitätsillusion unterliegt, während es Ludwig v. Mises gelungen ist, sie zu vermeiden. Die Überlegenheit seiner praxeologischen Theoriebildung lässt sich darauf zurückführen. Das Gleichheitsstreben der Linken scheitert am Egalitarismusdilemma, denn es kann auf eine ungleiche Elite von Gleichheitswärtern nicht verzichten. Außerdem führt jede Gleichheitsinflation zwingend zu einer analogen Aufwertung aller Ungleichheiten in den von dieser Inflation nicht erfassten Bereichen. Der Mensch der Gegenwart hat aufgrund politisch bewirkten kulturellen Abbaus eindeutig benennbare Schwierigkeiten bei der Schöpfung realitätsadäquater Maßstäbe des eigenen Handelns. Wegen daraus resultierender Maßlosigkeit steht er in ständiger Gefahr, der ihm existentiell auferlegten Orientierungsproblematik nicht kompetent entsprechen zu können. Gegen Rationalitätsillusion, Egalitarismusdilemma und Maßlosigkeit scheint es erforderlich, Politik prinzipiell zu fundieren. Dieses Prinzip des Politischen gilt indessen nicht unbedingt, sondern es steht in Abhängigkeit von seinem zugeordneten Fundament, welches als kreisförmige Beziehung der politischen Fundamentalkategorien Ordnung, Freiheit und Verantwortung definiert wird.