Dieser Band versammelt das weithin unbekannte lyrische Werk des bedeutenden österreichischen Autors Herbert Eisenreich (1925-1986).

Zu Lebzeiten Herbert Eisenreichs sind manche seiner Gedichte in Zeitschriften und Almanachen erschienen. Im Jahr 1976 wurde die Sammlung "Verlorene Funde. Gedichte 1946-1952" publiziert. Der damals angekündigte umfangreiche Sonetten-Zyklus wurde nie veröffentlicht. Herbert Eisenreich, der ganz am Anfang seines Schreibens - er war damals noch ein halbes Kind - stand, versuchte sich am Roman und am Drama. Erst in der Maturaklasse, als er, quasi aus Übermut, seine Vergil- und Horaz-Übersetzungen in das antike Versmaß goss, erlernte er das Handwerk der Lyrik. Wie viele Gedichte er schrieb - es müssen mehrere Hundert gewesen sein - ist nicht bekannt. Die von ihm als "literarische Fingerübungen" eingeschätzten Arbeiten haben nur zum geringen Teil in seinem Nachlass überdauert. Ab 1952 schrieb Eisenreich keine Gedichte mehr, doch in seiner Prosa hört man den Hexameter immer noch unterirdisch rauschen.