In kaum einer anderen deutschen Region gibt es so viele Schlösser und Burgen wie im Münsterland. Bekannt ist es aber auch für seine Spökenkieker und ihre Dönekes, die früher von jedem alten Gemäuer eine Geschichte wussten.

Kein Schloss ohne Hausgeist, keine Burg ohne Gespenst, kein Herrenhaus ohne Sage, vermutet Marion Kortsteger. Denn gerade die Adelshäuser gaben durch Historie und Hörensagen schon immer viel Anlass zum Erzählen von Geschichten. Und so hat die Autorin aus der Fülle der vorgefundenen Burgen- und Schlössersagen eine Auswahl getroffen und diesen Geschichten wieder neues Leben verliehen. Manchmal war nur ein Satz von einer alten Sage im Lauf der Zeit übrig geblieben.

Der Münsteraner Literaturmeisterin gelingt es durch ihre Erzählkunst auch in ihrem dritten Sagenbuch immer, das überlieferte Material in spannenden Geschichten zu verweben.

Die phantastischen Scherenschnitte, mit denen Albert Völkl das Buch illustriert hat, versetzen den Leser schon beim Blättern in die richtige Sagenstimmung.

Auf der Sagenroute kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, wo die Sagen spielen. Und zwischen Isselburg im Westen und Sassenberg im Osten, zwischen Steinfurt im Norden und Olfen im Süden lassen sich die Sagenschauplätze im Münsterland auch bequem selbst "erfahren".