Wir leben in einer Zeit, in der es als Makel angesehen wird, konservativ zu sein. Bestenfalls wird der Konservatismus als eine angestaubte Nostalgie belächelt. Die Bannerträger des Zeitgeistes verstehen unter Freiheit die Zerstörung aller in der Geschichte gewachsenen Gemeinschaften, aller kulturellen und institutionellen Bindungen. Konservative jedoch halten dagegen. Sie glauben daran, dass es viel Gutes in unseren Gesellschaften gibt, die zu bewahren es sich lohnte. Denn es ist zwar einfach etwas zu zerstören, aber ist das, was an die Stelle des Zerstörten tritt, tatsächlich immer auch das Bessere?



Konservative setzen auf die von historischer Erfahrung getragene Überzeugung, dass eine Zivilisation ohne das Fundament bewährter und verlässlicher Werte und Institutionen nicht dauerhaft bestehen kann. Konservativ zu sein heißt, eine Partnerschaft einzugehen "mit den heute Lebenden, den Verstorbenen und den noch nicht Geborenen" (Edmund Burke).



Roger Scruton, Philosoph und einer der einflussreichsten konservativen Intellektuellen der Gegenwart, führt in diesem faktenreichen, dennoch persönlichen und humorvollen Buch aus, wie man auch gegen die herrschenden Auffassungen der modernen Gesellschaft konservativ denken und handeln kann. Seine eigenen Erfahrungen mit der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa und der linken Gedankenhoheit an den Universitäten und im öffentlichen Leben bilden den Hintergrund für seine unerschrockenen und mutigen Folgerungen für einen Konservativismus der Gegenwart. Scruton zeigt, dass es durchaus möglich ist, das "gewachsene Gewebe" der Gemeinschaften zu schützen, und wo sie dabei sind, verloren zu gehen, wieder herzustellen. Statt dem Verlorenen hinterherzutrauern, hat er ein durch und durch optimistisches Buch geschrieben.