Ludwig Ganghofer (1855-1920) studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und war danach Journalist und Dramaturg in Wien, bevor er sich ab 1891 der Literatur zuwandte. Mit seinen zumeist in der bayrischen Bergwelt angesiedelten dramatischen Romanen und Erzählungen gehörte Ganghofer zu den populärsten Autoren der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und war u. a. mit Rilke, Wedekind, Heinrich Mann, Ludwig Thoma und Hugo von Hofmannsthal befreundet. Der 1895 veröffentlichte, umfangreiche Roman 'Schloss Hubertus' gehört zu Ganghofers größten Erfolgen und erzählt die Geschichte des fanatischen Jägers Graf Egge, der durch seine pathologische Jagdleidenschaft schließlich zugrundegerichtet wird.