Simon, der Sohn des Johannes, erhält von Jesus den Beinamen Petrus (Stein). Petrus, der Fischer vom See Gennesaret und Anhänger Jesu, der Bekenner und Draufgänger, der Leugner am Karfreitag und Zeuge am Ostermorgen, der Organisator und Missionar, der Vermittler und Märtyrer:

Das Neue Testament zeichnet ein ausgesprochen facettenreiches Bild dieses Mannes. War er das Fundament für den Bau der Kirche - oder der schwankende Charakter, der von Paulus in die Schranken gewiesen werden musste? War er in der frühen Christenheit Polarisierungs- oder Integrationsfigur? Das Buch versucht, den Lebensweg des Simon Petrus anhand der überlieferten Texte nachzuzeichnen. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern die verschiedenen Petrusbilder Konturen eines "Petrusdienstes" oder einer "Petrusfunktion" erkennen lassen, die für die Kirche unserer Tage exemplarischen Charakter gewinnen könnten. Aus der verkündigenden Darstellung seiner Lebensgeschichte tritt Petrus als Individuum und Typos hervor, an dem Grundfragen christlicher Existenz sichtbar werden.