Wie kaum ein anderer Schriftsteller hat der in Paris geborene Julien Green (1900-1998) in seinem literarischen Werk unser Jahrhundert begleitet, es oft in düsteren Farben gemalt. Seine Figuren scheinen unter dem Bann mythischer Gewalten zu stehen, seine Stoffe gleichen antiken Schicksalstragödien. Seine Lebensthemen Sexualität und Religion haben nichts von ihrer verstörenden Kraft verloren.

An einem neuen Fin de siecle entdeckt Wolfgang Matz Julien Green für unsere Epoche neu.