Im 1919 beschlossenen „Habsburger-Gesetz“ wurde die Landesverweisung für alle Habsburger ausgesprochen, „soweit sie nicht auf ihre Mitgliedschaft zu diesem Hause und auf alle aus ihr gefolgerten Herrschaftsansprüche ausdrücklich verzichtet und sich als getreue Staatsbürger der Republik bekannt haben...“

 

Dr. Otto von Habsburg gab im Jahr 1961 die gewünschte Erklärung gemäß dem Wortlaut des Gesetzes ab, doch die Regierung verweigerte die Annahme. Erst ein Bescheid des Verwaltungsgerichtshofes im Jahr 1963 stellte die Weichen in Richtung Einreise, die wegen der diesbezüglich sehr angespannten innenpolitischen Situation allerdings noch bis 1966 hinausgezögert wurde.Vorwiegend befaßt sich dieses Buch mit der Entwicklung nach dem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes von 1963 im Fall Dr. Otto von Habsburg-Lothringen. Die mühevollen Schritte bis zu seiner endgültigen Einreise werden ebenso dokumentiert wie die Heimkehr von Kaiserin Zita und der Erzherzöge Rudolph sowie Felix und Carl-Ludwig, für die erst 1996 eine Lösung gefunden werden konnte.

Erstmals werden hier alle diesbezüglichen juristischen und politischen Entwicklungen minutiös dokumentiert.