Eine der radikalsten literarischen Grenzüberschreitungen, eine metapoetologische Selbstreflexion über die Möglichkeit des vermeintlich Unmöglichen. 

Das neue Werk von Peter Hanke stellt ein einmaliges Dokument schriftstellerischen Ringens um die künstlerische Existenz dar. Ein Ausnahmeschriftsteller lotet mit seiner metapoetologischen Selbstreflexion die Möglichkeiten des vermeintlich Unmöglichen aus. Denn Hanke stellt sich der Herausforderung, das Undenkbare zu denken und konsequent nicht auf Papier zu bannen. Dabei verwindet er geschickt seine gewagte philosophische Exkursion in existentielle Grenzbereiche mit autobiografischen Erkundungen. Gleichzeitig birgt die filigrane Semantik, aufbauend auf einer kompositorisch kontrapunktischen Anlage des Werkes, eine Dramatik, die wohlfeilen Interpreten das vorschnelle Urteil konsequent verweigert. Mit diesem Werk ist Hanke zu seinen Wurzeln zurückgekehrt: avantgardistisch, eigensinnig und doch ambivalent.

„Leere Blätter will ich wagen, ein Leerlassen nach dem anderen, ein Auslassen jeden Inhalts; mich aufs Auslassen einlassen, das Aussetzen besetzen mit lauter Unwörtern, nicht geschriebenen, nicht gelogenen. Denn was wäre ehrlicher als das Nichtschreiben? Da sind auf einmal, ich darf kurz ein wenig in die Mundart verfallen, alle Klagen furt!“

Peter Hanke