Die Kehre ist eine Zeitschrift, die die Ökologie aus einer grundsätzlichen Perspektive betrachtet. Jedes Jahr erscheinen vier Ausgaben, die mal mehr, mal weniger thematisch gebunden sind. Alle Informationen gibt es hier. 

Heft 1 / Frühjahr 2020 enthält u. a. 

Michael Beleites
Die menschengemachte Überhitzung
Zur Entropie der Industriegesellschaft

Jörg Dittus
Architektur und Ökologie (I):
Hightech versus Lowtech – Klimaschutz versus Naturschutz

Jonas Schick
Landschaftsarbeiten (I): Spuren der Energienutzung

»Umwelt- und Naturschutz sind eine Frage des Hausverstands«
Gespräch mit Walter Rauch (FPÖ)

Aus dem Vorwort:

Liebe Leser,
es steht außer Frage; unsere hochtechnologisierten Industriegesellschaften erzeugen eine gravierende Umweltkrise. Es gibt kaum einen Platz mehr auf der Erde, wo der ressourcenverschlingende Leviathan das Natürliche nicht umgestaltet hat und aus den Fugen geraten läßt. Aus diesem Grund ist die Ökologie heute ein politisch hart umkämpftes Feld, auf dem heftig um die Deutungshoheit gerungen wird. Der menschliche Zugriff auf die Natur ist mittlerweile so allumfassend und ausdifferenziert, daß das Ökologische einen weitaufgefächerten Bereich darstellt: Es existiert die »Agrarökologie«, die »Kulturökologie«, die »Historische Ökologie«, die »Landschaftsökologie« und vieles andere mehr.

In Die Kehre wird all das und vieles mehr Thema sein; doch zuvorderst soll das Periodikum einen Beitrag dazu leisten, der aktuell stattfindenden Verengung der Ökologie auf den »Klimaschutz« Einhalt zu gebieten und den Blick dafür zu weiten, worin ihre ursprüngliche Bedeutung liegt: daß sie eine Lehre von der gesamten Umwelt ist, die Kulturlandschaften, Riten und Brauchtum, also auch Haus und Hof (Oikos) als ihren Namensgeber einschließt.