Es ist nicht allzulange her, da wußte der durchschnittliche Deutsche noch, wie man ein Huhn schlachtet und zubereitet. Er wußte in der Regel auch, wie man ein Feuer entzündet, sich in der »Wildnis« ein Nachtlager bereitet, und welche Pflanzen man im Wald sammeln und verzehren kann. Was früher üblich war, ist heute zu einer kostspieligen Freizeitbeschäftigung geworden: Outdoor Survival ist gefühlt in aller Munde. 


Doch was hat es auf sich mit jenen, die in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und vollautomatischen Mährobotern wieder den Weg ins Grüne suchen? Ist es zu begrüßen, daß Deutsche in die Wälder ziehen – mit Tarp, Wasserfilter und Lowa Zephyr bewaffnet? Ist es mehr als nur ein Trend? Vielleicht sogar »rechts«? 
 
Diese Ausgabe der Kehre widmet sich dem Phänomen Survival in all seinen Facetten. 
 
Beiträge u.a.: 
 
Volker Zierke 
Into the Wild – Survival zwischen Illusion und Erfolgsgeschichte 
 
Christian Illner 
Ist Outdoor Survival rechts? 
 
Thilo Korn 
Das Naturerlebnis des Wandervogels – ein Vorläufer der Survival-Bewegung? 
 
Nils Wegner
Thoreau und die Auszeit von der Gesellschaft 
 
Sebastian Schmidtke 
Der Burgwaldpfad – 2500 Jahre Besiedlung, Kultur, Geschichte und Kriege