Der Pünder-Vermerk und die Finanzierung der NSDAP aus dem Ausland

Das ist der Untertitel dieser neuen Arbeit des Historikers Stefan Scheil. Er geht darin einer Frage nach, die  erstaunlicherweise nicht beantwortet ist: Wer finanzierte den enorm aufwendigen Parteiapparat und den teuren Wahlkampf der NSDAP in den Jahren vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte Anfang 1933? Weder die Mitgliedsbeiträge noch die Spenden, die innerhalb Deutschlands eingeworben werden konnten, reichten auch nur annähernd hin.

Scheil stellt die These auf, daß die Nationalsozialisten umfangreiche finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhielten, und zwar von Konzernen, die an Aufrüstung und Kriegsvorbereitung großes Interesse hatten. Wichtiger Beleg für diese These ist der sogenannte "Pünder-Vermerk", der bisher in der historischen Forschung zur Finanzierungsfrage als unwichtug abgetan wurde. Scheil ist anderer Meinung und geht den Angaben im Pünder-Vermerk detailliert nach.

Was Scheil fand und hier ausbreitet, wirft einen anderen Blick auf die Ermöglicher der Machtübernahme Hitlers.