Wir haben uns für den Kulturkampf entschieden, wir müssen ihn wieder und wieder aufnehmen. Wir müssen schreiben, müssen hart arbeiten, wir müssen kämpfen.

Vereinnahmung, Ausweitung der Kampfzone, besetztes Gelände: Ist uns eigentlich klar, wie erfolgreich wir mit unserer Arbeit sind? Wie genau die Gegner notieren, was wir lesen, verlegen und empfehlen? Wie die Mitte registriert, daß wir interessanter sind als das meiste, was sie zu bieten hat?

François Bousquet, Chefredakteur der Zeitschrift Éléments und Weggefährte Benoists, hat ein Handbuch für die Kulturguerilla geschrieben, einen Aufruf zum Mut, sich zu zeigen, zu äußern, den Konsens zu stören, die Betonplatte zu heben. In zwanzig Kapiteln fordert Bousquet von den Kulturkämpfern unserer Nationen das Bekenntnis und den Stolz, die Verschlagenheit des Guerilleros und den Humor des verlorenen Postens, sprühende Kreativität und situative Intelligenz, wenn es um die Ausweitung der Kampfzone geht.

In seinem Vorwort schreibt der Verleger Götz Kubitschek, der wie kaum ein anderer vor ihm den Kulturkampf entlang der Theorien von Guerilla-Marketing und Spektakel führt: "Die Repressionsmittel gegen rechts-konservatives und knservativ-revolutionäres Denken, Publizieren und Handeln haben sich hirzulande nicht abgeschwächt. Sie sind vielmehr wirksam und werden von Jahr zu Jahr weniger verhohlen eingesetzt. 'Mut' ist deshalb stets mit dem Schritt nach außen verbunden, er muß sich daran messen lassen, wie sehr er sich aussetzt. Diejenigen, die ernst mit dem Kulturkampf machen, sind die eigentliche Kulturguerilla, davon ist Bousquet fest überzeugt. Von ihnen muß man lernen."