Er ist in der Prignitz aufgewachsen, er war bei den Grenztruppen, er arbeitete als Lehrer, er wohnt in der Platte. Aber: Bosselmann leidet nicht an Nostalgie. Er kommt aus einer Zeit, in der das Virtuelle die Wirklichkeit noch nicht überlagerte. Und er kennt den Doppelsprech der Unfreiheit ebenso wie die unmäßige Hoffnung, die sich mit dem Mauerfall verband. Das hat ihn zum Beobachter gemacht.

In zehn Texten kartographiert Bosselmann unser alterndes Land.