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Der vorliegende Band analysiert einen seit November 1918 tobenden Meinungskrieg zwischen deutschsprachigen Schriftstellern über das soeben beendete blutige Geschehen. Nach gängiger Feuilletonsicht stritten dabei weltbürgerliche Pazifisten mit militanten nationalistischen Reaktionären. Der eigentliche Konfliktkern sah allerdings anders aus und verbietet vorschnelle Moralurteile.

Es handelt sich um ein bedeutsames Kapitel der deutschen Katastrophe respektive Tragödie mit Auswirkungen bis heute. Denn jenseits des verdienstvollen Engagements vieler Schriftsteller für den Frieden ist die Kontroverse Teil einer hundertjährigen geschichtspolitischen Disziplinierung als erste Phase unserer "Vergangenheitsbewältigung".

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Mit den Berliner Schriften zur Ideologienkunde hat das Institut für Staatspolitik (IfS) vor drei Jahren eine neue Reihe etabliert, die sich mit Welterklärungskonzepten befaßt. Fortgesetzt wird die Reihe nun mit der quellengesättigten Studie des Literaturwissenschaftlers Günter Scholdt über die Bewältigung des Ersten Weltkrieges in der Literatur der Weimarer Republik.