Erscheint Mitte Mai. Bitte vorbestellen! 

Nicht immer sind die Dinge, wie sie sind. Die Wahrnehmung trügt, die Rechnung geht nicht auf, das Leben, die Welt, der Lauf der Dinge sind nicht kalkulierbar. Weltausrechnung? Nicht dort, wo es um den inneren Spielraum, die ganze, unergründliche Kraft eines menschen geht. Wissen wir, woher einer kommt und warum er ist, wie er ist? Wir wissen es nicht, wissen es oft von uns selbst nicht, und wer sein Leben für folgerichtig hält, war nie auf der anderen Seite - oder er hat vergessen, was ihm dort widerfuhr.

Kaplaken 100: Kubitschek erzählt aus Kamerun, aus Rumänien, von der Querfurter Platte - und von dieser anderen Seite. Und so ist dieses Kaplaken-Bändchen nebenbei eine mit Angriffslust und Selbstironie vorgetragene Absage an die Einordnung des wilden Denkens in ein politisches Mosaik: Der Raum, den Kubitschek betritt, ist weder "vorpolitisch" noch vorgelagert. "Glasbild" und "Monolith" heißen die Kapitel, "Kamerun" und eben "Weiße Nacht" - darin ist etwas ureigenes, unverwechselbares.

Sollte einer von Euch zu denen gehören, die wissen, wie die Welt sich fügt, wenn man sie sich ausgerechnet hat, zu denen also, die meinen, daß es kein Anderland gibt, in dem andere Gesetze gelten, dann soll er alles, was ich zu sagen habe, verwerfen. Er soll mit beiden Beinen fest auf der Oberfläche stehen bleiben. Aber er sollte nicht herüberkommen zu uns, sollte sich nicht vorwagen. Denn er hat hier nichts zu sagen.